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Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

Bündner lassen sich nicht blenden

14.02.2013

Seit Monaten ist das Bündnervolk einer flächendeckenden Propagandakampagne für St. Moritz 2022 ausgesetzt. Die Promotoren schmücken ihre Olympia-Vision mit den schönsten Worten, verniedlichen die nachteiligen Folgen, machen wundervolle Versprechungen. Und Bundesrat Ueli Maurer gibt ohne Rücksicht auf die Finanzkompetenzen des Parlaments Blankochecks für die Übernahme von Kosten und Defiziten. Können sie das Bündnervolk damit überzeugen? (Von Silva Semadeni, Präsidentin des Komitees Olympiakritisches Graubünden).

St. Moritz 2022 will weg vom Gigantismus, was vernünftig ist. Doch die Realität sieht anders aus. Die Austragung der Spiele wird durch das IOK bis ins kleinste Detail geregelt. Mit 4,5 Milliarden Franken sind die geschätzten Kosten von St. Moritz 2022 ebenso hoch wie die Budgets früherer Spiele. Olympische Winterspiele sind von Mal zu Mal gigantischer geworden. Deswegen fanden sie in den letzten Jahren teilweise in Städten statt, wo Stadien für die Indoor-Wettbewerbe, Unterkünfte und technische Infrastrukturen vorhanden sind.

In St. Moritz und Davos hingegen muss fast alles neu erstellt werden. Es sind temporäre Bauten für eine Milliarde Franken vorgesehen. Zudem stellen Verkehrsbewältigung und Beherbergung eine riesige Herausforderung dar. An Spitzentagen werden bis zu 112 000 Tagesgäste erwartet, befördert mit der Rhätischen Bahn und 1740 Reisecars – und dies bei jedem Winterwetter. Helikopterflüge für die privilegierte «olympische Familie» sind in den Unterlagen gar nicht erst erwähnt. Und wie die Unterbringung von Zehntausenden von Gästen, Medien- und Sicherheitsleuten, Helfern und Helferinnen in der Hochsaison gelöst wird, steht noch in den Sternen. Eingriffe in Natur und Landschaft sind im Detail nicht bekannt, aber unvermeidbar.

Der volkswirtschaftliche Nutzen Olympischer Spiele wird überschätzt. Die Wirtschaftlichkeitsstudie der Promotoren verspricht bei Investitionen von 4,5 Milliarden Franken grosse Umsätze, hohe Wertschöpfung, mehr Logiernächte, mehr Arbeitsplätze. Sie rechnet aber mit vielen Unsicherheiten. Die Autoren anerkennen, dass die Spiele eine geringe Tourismuswirkung haben, in der Hochsaison Stammgäste verdrängen, Beschäftigungseffekte nur vorübergehend sind. Avenir Suisse bemängelt, dass «eine griffige Analyse» zeigen müsste, wer die Gewinner und die Verlierer dieses Grossanlasses sind. Die Risiken tragen die Steuerzahlenden: 2012 hat eine Studie der Oxford University gezeigt, dass in den letzten 50 Jahren Kostenüberschreitungen von über 100 Prozent die Regel waren. Die Budgetlöcher treten in der letzten Phase ein, wenn die perfekte Durchführung gewährleistet sein muss. Dann gibt es kein Zurück mehr.

Die Begeisterung der Sportfans für Olympische Winterspiele in der Schweiz ist verständlich. Bündner und Bündnerinnen müssen aber der Realität ins Auge schauen. Wir lassen uns von Versprechungen und Bundesmilliarden nicht blenden. Mit einem Nein am 3. März setzen wir auf eine selbstbestimmte, vom IOK unabhängige Tourismusentwicklung, die auf Natur und Landschaft und auf die vielfältige Bündner Kultur Rücksicht nimmt.

Silva Semadeni ist Nationalrätin (sp., Graubünden) und Präsidentin des Komitees Olympiakritisches Graubünden.

 

OLYMPIA-ABSAGE – EIN GEWINN FÜR DIE DEMOKRATIE

Wegen der drohenden Ablehnung des Abenteuers Olympia in der steirischen Bevölkerung hat das ÖOC die Reißleine gezogen. Nachdem feststand, dass die KPÖ in Graz genügend Unterstützungserklärungen für eine Volksbefragung gesammelt hatte, musste es zu einer Entscheidung kommen.

Das Komitee «Nein zu Sion 2026» freut sich über das Nein

Die Walliserinnen und Walliser wollen nicht, dass ihre Steuergelder in einem kurzen Olympischen Strohfeuer landen. Vielmehr sollten damit Projekte unterstützt werden, von denen das Wallis als Kanton langfristig profitiert.

Danke an die Tiroler – Olympia-Watschn pickt!

Wir sagen den Tirolerinnen und Tirolern Danke für 53% Nein zu Olympia! Es ist zu billig, die Verantwortung für dieses Debakel nur auf das IOC und die schlechte Kampagne abzuschieben.  Die Tiroler haben bestens verstanden, worum es geht.

Das Bündner Volk hat Olympia den Zahn gezogen!

Der Grundsatzentscheid der Bündner Stimmbevölkerung  sich nicht in ein unkalkulier-bares Olympiaabenteuer zu stürzen.

Kritik an GR2022

Das Bündner Volk hat rechtzeitig den Stecker gezogen!

Bündnerinnen und Bündner wollen schuldenfrei bleiben, die Landschaft als Kapital erhalten und weiterhin Geld für die Unterstützung von nachhaltigem Tourismus, Bildung und Kultur zur Verfügung zu haben.