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Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

Gegner bezeichnen NIV-Charta als Propaganda

22.01.2013

Die Gegner Olympischer Winterspiele in Graubünden haben auf die «Charta für Nachhaltigkeit, Innovation und Vermächtnis» mit einem Analysepapier reagiert. Für sie ist die NIV-Charta bloss ein unverbindliches Propagandamittel (Bündner Tagblatt).

Am 10. Januar haben die Olympiapromotoren ihre «Charta für Nachhaltigkeit, Innovation und Vermächtnis» (NIV-Charta) den Medien präsentiert. Inzwischen haben die Gegner den Inhalt der von den Autoren als «Entwurf 10.1» bezeichneten Charta analysiert. Gestern präsentierten sie ein neunseitiges Analysepapier, das SP-Grossrat Jon Pult zusammen mit dem Tourismusexperten Hansruedi Schiesser, Nationalrätin Silva Semadeni und Kommunikationsberater Severin Toberer verfasst hat.

Die Autoren nehmen für sich in Anspruch, die NIV-Charta kritisch durchgearbeitet zu haben und auf die Kriterien Legitimation, Durchsetzungskraft, Verbindlichkeit, Griffigkeit, Plausibilität und Glaubwürdigkeit überprüft zu haben. Das Resultat, an dessen Endfassung auch weitere Mitglieder des Olympiakritischen Komitees mitgewirkt haben, komme zu einem ernüchternden Schluss, heisst es in der Medienmitteilung. Ihr Fazit: Die NIV-Charta lenke von den Problemen der Olympia-Kandidatur ab, statt sie anzupacken, «schöne Gemeinplätze» ersetzten kritische Fragen. «Sie ist ein Propagandamittel ohne Verbindlichkeit und somit keine seriöse Grundlage», fassen sie ihre Einschätzung zusammen. Das Papier mit einer Punkt-für-Punkt-Analyse der NIV-Charta ist auf der Website www.olympia-nein.ch abrufbar.

Ein «Papiertiger»


Die NIV-Charta sei ein «Papiertiger» ohne demokratische Legitimation und rechtliche Verbindlichkeit, betonen die Olympiagegner. Es postuliere «fromme Wünsche und betreibt Schönfärberei» wird kritisiert. Auch der Zeitpunkt der Publikation zeige, dass es sich beim Papier um ein Propagandamittel handle und nicht um eine seriöse Grundlage. Die NIV-Charta hätte nach Ansicht der Olympialkritiker am Anfang des politischen Prozesses stehen müssen, um Verbindlichkeit zu haben.

Bündner Tagblatt 22.01.2013
ep

NIV-Charta: «Propaganda statt seriöse Grundlage»

Am 10. Januar haben die Olympia-Promotoren die NIV- Charta (Nachhaltigkeit, Innovation und Vermächtnis) öffentlich gemacht. Das Komitee Olympiakritisches Graubünden hat diese unter die Lupe genommen und kommt zu einem vernichtenden Ergebnis.

Am 10. Januar haben die Olympia-Promotoren die Charta für Nachhaltigkeit, Innovation und Vermächtnis (NIV-Charta) öffentlich gemacht. Das Komitee Olympiakritisches Graubünden hat diese Charta unter die Lupe genommen und kommt in einem Analysepapier zu einem vernichtenden Ergebnis. Die NIV-Charta sei ein Papiertiger ohne demokratische Legitimation und rechtliche Verbindlichkeit. Postuliert würden fromme Wünsche, anstatt kritische Fragen zu stellen. Zudem hätte die Charta am Anfang des Prozesses stehen müssen, um Verbindlichkeiten zu haben. Die Verfasser des Analysepapiers, Grossrat Jon Pult (SP), Nationalrätin Silva Semadeni (SP), Tourismusexperte Hansruedi Schiesser und Kommunikationsberater Severin Toberer kommen deshalb zum Schluss, dass es sich beim Papier um ein Propagandamittel handelt und nicht um eine seriöse Grundlage.

Ein paar schöne PR-Phrasen zur Nachhaltigkeit und ein paar Absichtserklärungen und fromme Wünsche würden keineswegs dafür bürgen, dass der vom IOC kontrollierte Megaevent Olympische Spiele zu einem Instrument der nachhaltigen Entwicklung werde. Es sei das IOC selbst, das alleine und abschliessend über die Rahmenbedingungen und über die Vergabe der Spiele entscheide. Und dieses IOC sei dafür verantwortlich, dass aus einem internationalen Fest des Amateursports über die Jahrzehnte ein weltweiter Mega-Marketing-Event geworden sei. Lückenbüsser seien immer die Steuerzahler der Durchführungsorte gewesen, die die immer höher werdenden Kosten und Schulden tragen müssten. «Warum aus dieser gigantischen Geldmaschine ein Instrument für mehr Gemeinwohl und Nachhaltigkeit werden soll, kann kein einziger der Promotoren von Graubünden 2022 erklären», heisst es im Analysepapier.

Die Verbindlichkeit bezeichnen die Verfasser als Etikettenschwindel. Ein privatrechtlicher Verein könne diese gar nicht gewährleisten – schon gar nicht im Rahmen einer Olympia-Kandidatur. Das IOC schliesse die Verträge immer erst nach der Vergabe der Spiele mit dem lokalen OK ab. Und diese würden dem IOC «konsequent und rücksichtslos umfassende Vorrechte und Privilegien gewähren». Eine NIV-Charta könne da keine «Verbindlichkeit» herstellen. Politisch sei die Bedeutung des Papiers gleich null, rechtlich sowieso.

Beim Bereich Umwelt werden die konkreten Wirkungsziele vermisst. Statt allgemeine Ziele zu lesen, hätten sich viele Bündnerinnen und Bündner gewünscht, mehr über konkrete Zahlen und Fakten zu erfahren über die Auswirkungen der Spiele auf die Umwelt. Die Promotoren würden beispielsweise Klimaneutralität versprechen, im gleichen Satz aber einräumen, CO2-Emissionen wenn unvermeidbar über Klimaschutz-Projekte zu kompensieren. Die Olympia-Kritiker sprechen diesbezüglich von einem «erkauften Ablasshandel».

«Die Charta lenkt von den Problemen der Olympia-Kandidatur ab statt sie anzupacken», ziehen die Olympia-Gegner ein aus ihrer Sicht ernüchterndes Fazit.

Das Analysepapier kann unter www.olympia.nein.ch heruntergeladen werden.

Text: Reto Stifel, 23.01.2013

 

OLYMPIA-ABSAGE – EIN GEWINN FÜR DIE DEMOKRATIE

Wegen der drohenden Ablehnung des Abenteuers Olympia in der steirischen Bevölkerung hat das ÖOC die Reißleine gezogen. Nachdem feststand, dass die KPÖ in Graz genügend Unterstützungserklärungen für eine Volksbefragung gesammelt hatte, musste es zu einer Entscheidung kommen.

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