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Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

Olym­pia hat ein De­mo­kra­tie­de­fi­zit

02.02.2017

Im März 2013 sagte die Bündner Stimmbevölkerung Nein zur Kandidatur für Olympische Winterspiele 2022. Seither stoppten eine ganze Reihe demokratischer Länder und Städte ihre Kandidaturanläufe für Sommer- oder Winterspiele: In München, Hamburg, Oslo, Stockholm, Barcelona und Rom wollte man nicht. Oft waren es Volksentscheide. Die Diskrepanz zwischen dem Volkswillen und den Vorstellungen von Politik und Wirtschaft ist bei Olympia gross. (BT)

Gastkommentar von Philipp Wilhelm*

Die Gründe für die jeweilige Ablehnung sind verschieden: Die grosse Geldverschwendung, die Schuldenberge und zahlreiche Bauruinen der letzten 50 Jahre tragen das ihre bei. Triftiger Grund zur Sorge geben aber auch die enormen Zwänge, denen Austragungsorte bei der Vorbereitung und Durchführung der Spiele ausgesetzt sind. Die Bestimmungen kommen vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Dieses sichert sich gegen finanziellen Schaden ab, die Kosten und Risiken bleiben den Steuerzahlenden. Das läuft einem starken Demokratieverständnis diametral entgegen. Wenig überraschend stellen wir darum fest, dass die Spiele mehr und mehr dort stattfinden, wo kritische Stimmen nicht oder kaum toleriert werden.

Einige Befürworter der neuerlichen Bündner Olympiakandidatur finden, dass Olympische Spiele in Graubünden wieder in demokratischem Rahmen ablaufen können. Wie man das bewerkstelligen will, bleibt unklar. Klar ist hingegen, dass die Vorgeschichte von Olympia 2026 in Graubünden keinen Mut in dieser Hinsicht macht. In den letzten drei Monaten stellten wir fest: Schon jetzt – quasi im Geburtsstadium – werden demokratische Spielregeln umgangen. Und das, bevor das IOC überhaupt am Projekt beteiligt ist.

Das Grobkonzept für die erneute Kandidatur wurde lange Zeit geheim gehalten, obwohl es mit Steuergeldern finanziert ist. Erst im Januar und erst auf Druck der Öffentlichkeit wurde Transparenz geschaffen. Überzeugendes war den zusätzlichen Unterlagen allerdings nicht zu entnehmen. Das zentrale Manko in diesem Dossier ist – neben vielen anderen – die Tatsache, dass die Stadt Zürich kein Partner sein will und es keinen ernst zu nehmenden Ersatz gibt. Unbeirrt davon wird Zürich in der Bündner Abstimmung nach wie vor als Partner gehandelt. Das wird von vielen als Zwängerei empfunden. Auch in der Abstimmungskampagne kommen Mittel zum Zug, die aus demokratischer Sicht höchst problematisch sind: Bei der Diskussion im Grossen Rat sagte die Regierung noch, dass selbstverständlich keine Staatsgelder in die Olympia-Ja-Kampagne fliessen. Heute wissen wir: Es gibt Zusagen über rund 65 000 Franken Steuergelder – und die Regierung findet das zulässig. Tatsächlich ist es doch aber ein Affront gegenüber denjenigen Steuerzahlenden, die in Olympia eben keine Chance sehen, sondern eine grosse Gefahr. Auch Kritiker und Gegner von Olympia haben das Wohl des Kantons im Sinn.

Als «heikel» taxierte ein Demokratieexperte schliesslich das Verhalten der Regierung, als sie geschlossen an einem Anlass auftrat, der als «Das grosse Olympiapodium» bezeichnet wurde. Nur Befürworter sprachen und moderierten. Niemand durfte mit einer olympiakritischen Stimme sprechen. Auch in den Zeitungen geht Skurriles vor sich. Als Interviews und journalistische Beiträge getarnt, wird mit einer Flut von Olympia-Ja-Beiträgen die Leserschaft überhäuft. Kaum ist deklariert, dass es sich bei solchen Beiträgen um gesponserte, also bezahlte Inhalte handelt. Wenn Werbung als Presse getarnt wird, ist auch das in einer Demokratie zentrale Recht auf ausgewogene Information der Bevölkerung infrage gestellt. Zum Glück kommt in einem entscheidenden Punkt die Demokratie dann doch voll zum Tragen: Wir können nämlich am 12. Februar abstimmen und einem fragwürdigen Leerlauf einen Riegel schieben. Nicht nur, aber auch weil es mit demokratischen Gepflogenheiten schon jetzt hapert, fehlt mir jeder Glaube an ein demokratisches Olympia.

*Philipp Wilhelm ist Präsident der SP Graubünden. Er arbeitet als Architekt im eigenen Büro der «HausBauWerkStadt» in Davos Monstein.

 

OLYMPIA-ABSAGE – EIN GEWINN FÜR DIE DEMOKRATIE

Wegen der drohenden Ablehnung des Abenteuers Olympia in der steirischen Bevölkerung hat das ÖOC die Reißleine gezogen. Nachdem feststand, dass die KPÖ in Graz genügend Unterstützungserklärungen für eine Volksbefragung gesammelt hatte, musste es zu einer Entscheidung kommen.

Das Komitee «Nein zu Sion 2026» freut sich über das Nein

Die Walliserinnen und Walliser wollen nicht, dass ihre Steuergelder in einem kurzen Olympischen Strohfeuer landen. Vielmehr sollten damit Projekte unterstützt werden, von denen das Wallis als Kanton langfristig profitiert.

Danke an die Tiroler – Olympia-Watschn pickt!

Wir sagen den Tirolerinnen und Tirolern Danke für 53% Nein zu Olympia! Es ist zu billig, die Verantwortung für dieses Debakel nur auf das IOC und die schlechte Kampagne abzuschieben.  Die Tiroler haben bestens verstanden, worum es geht.

Das Bündner Volk hat Olympia den Zahn gezogen!

Der Grundsatzentscheid der Bündner Stimmbevölkerung  sich nicht in ein unkalkulier-bares Olympiaabenteuer zu stürzen.

Kritik an GR2022

Das Bündner Volk hat rechtzeitig den Stecker gezogen!

Bündnerinnen und Bündner wollen schuldenfrei bleiben, die Landschaft als Kapital erhalten und weiterhin Geld für die Unterstützung von nachhaltigem Tourismus, Bildung und Kultur zur Verfügung zu haben.