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Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

Kurzes Fest – langer Kater

29.12.2016

Für Natur und Landschaft im Kanton Graubünden erzielt ein überdimensionierter Sportanlass keine positiven Aspekte. Weil zahlreiche Baustellen, neue Erschliessungen und grosser Ressourcenverschleiss eine Belastung für die Bündner Bergwelt bedeuten, empfiehlt Pro Natura zusammen mit den Bündner Umweltverbänden ein klares Nein zu Olympischen Winterspielen 2026. (PN GR)

Von Jacqueline von Arx, Geschäftsführerin Pro Natura Graubünden

Die Natur braucht uns nicht, aber wir Natur und Landschaft. Und so fällt die Wechselbeziehung denn meist sehr einseitig aus: Auf den Werbeplakaten wird die Schönheit der Landschaft herausgestrichen, während ohne Unterlass wertvolle Lebensräume für immer neue Bauten und Anlässe geopfert werden. Die Baulobby reibt sich die Hände über die subventionierten Baustellen, doch keiner der zahlreichen internationalen Grossanlässe in Graubünden bringt einen Mehrwert für Natur und Landschaft. Sie alle nagen an den Lebensräumen für Steinbock, Segelfalter, Hermelin und Co. Hier wird ein Stück Wald gerodet, dort ein Moor trocken gelegt, das sei doch alles nicht so schlimm. Das mag im Einzelfall sogar stimmen, aber die vielen Initianten verdrängen oft, dass auch noch andere Visionäre ihre Projekte umsetzen wollen. Und so sind es über 1000 Baugesuche ausserhalb der Bauzone, die im Kanton Graubünden jedes Jahr eingereicht werden, hinzu kommen neue Strassenprojekte, neue Sesselbahnen, neue Umfahrungsstrassen, neue Kraftwerke u.s.w. In der Gesamtsumme ist der Lebensraumverlust jedes Jahr gross und entsprechend verschlechtert sich der Zustand der Artenvielfalt im Kanton Graubünden.

Im Fall von Olympischen Winterspielen wäre die Bauerei besonders absurd, weil die Investitionen für wenige Tage getätigt werden. Bestehende Anlagen müssten für den Megaevent aufgerüstet werden und vieles neu gebaut werden. Dabei wäre es falsch die ersten Olympischen Winterspiele von 1924 als Vergleich heranzuziehen, denn damals wurden gerade Mal 16 Disziplinen ausgefochten, 2014 in Sotschi waren es deren 98. Die Spiele wurden seit der Entstehung vor 100 Jahren immer grösser und unvernünftiger was den Ressourcenverschleiss betrifft. Dabei wecken nicht nur die vielen benötigten Sportanlagen Ängste. Es ist zu befürchten, dass in Folge des internationalen Druckes auch Bauprojekte, etwa Hotelbauten, aus der Schublade gezogen werden, die einst mit viel Aufwand, als nicht umweltverträglich darin verschwunden sind.

Nichts rechtfertigt die erneute Abstimmung zu Olympischen Winterspielen, denn der Wintersport wird auch durch einen Grossanlass im Jahr 2026 nicht gerettet werden. Die letzten beiden milden Winter haben deutlich aufgezeigt, dass auf weisse Wintermonate kein Verlass mehr ist, schon heute nicht mehr. Wieso alten Konzepten nachjagen, die sich nur noch mit technischen Hilfsmitteln und grossen Energie- und Wasserverschleiss realisieren lassen? Wieso während 10 Jahren lang Baustellen im Kanton betreiben, um funktionierende Infrastruktur für einen überdimensionierten Megaevent auszubauen, der nach ein paar wenigen Tagen schon wieder Geschichte ist und neben tonnenweise Abfall, Absperrgittern, Sonderparkplätzen etc. vor allem Schuldenberge hinterlässt?

Die Olympischen Winterspiele haben keine lange Tradition, wieso also nicht jetzt einen Schlussstrich ziehen? Die Steuergelder sollen im Kanton Graubünden für zukunftsorientierte Ideen und Projekte mit langfristiger Wirkung eingesetzt werden, z.B. für qualitätsvolle Siedlungsentwicklung, für Aufwertungen von Naherholungsräumen, für Kulturangebote, für gute Ausbildungsplätze. Nicht für ein kurzes Feuerwerk, nicht für Misswirtschaft, Korruption und Doping. Schluss mit der Zwängerei. Nein zu einer Bündner Kandidatur für Olympische Winterspiele 2026.

Olympische Spiele können Ihre Lebensgrundlage zerstören! Zu den Nebenwirkungen lesen Sie die IOC-Packungsbeilage oder fragen Sie nach den Ruinen und Schulden vergangener Spiele.
Olympische Spiele können Ihre Lebensgrundlage zerstören! Zu den Nebenwirkungen lesen Sie die IOC-Packungsbeilage oder fragen Sie nach den Ruinen und Schulden vergangener Spiele.
 

OLYMPIA-ABSAGE – EIN GEWINN FÜR DIE DEMOKRATIE

Wegen der drohenden Ablehnung des Abenteuers Olympia in der steirischen Bevölkerung hat das ÖOC die Reißleine gezogen. Nachdem feststand, dass die KPÖ in Graz genügend Unterstützungserklärungen für eine Volksbefragung gesammelt hatte, musste es zu einer Entscheidung kommen.

Das Komitee «Nein zu Sion 2026» freut sich über das Nein

Die Walliserinnen und Walliser wollen nicht, dass ihre Steuergelder in einem kurzen Olympischen Strohfeuer landen. Vielmehr sollten damit Projekte unterstützt werden, von denen das Wallis als Kanton langfristig profitiert.

Danke an die Tiroler – Olympia-Watschn pickt!

Wir sagen den Tirolerinnen und Tirolern Danke für 53% Nein zu Olympia! Es ist zu billig, die Verantwortung für dieses Debakel nur auf das IOC und die schlechte Kampagne abzuschieben.  Die Tiroler haben bestens verstanden, worum es geht.

Das Bündner Volk hat Olympia den Zahn gezogen!

Der Grundsatzentscheid der Bündner Stimmbevölkerung  sich nicht in ein unkalkulier-bares Olympiaabenteuer zu stürzen.

Kritik an GR2022

Das Bündner Volk hat rechtzeitig den Stecker gezogen!

Bündnerinnen und Bündner wollen schuldenfrei bleiben, die Landschaft als Kapital erhalten und weiterhin Geld für die Unterstützung von nachhaltigem Tourismus, Bildung und Kultur zur Verfügung zu haben.