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Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

BÜRGERiNNENKOMITEE SAGT NEIN ZU OLYMPIA 2026

18.01.2017

An der heutigen Pressekonferenz des Bürgerinnen- und Bürgerkomitees gegen Olympia 2026 in Graubünden wurden die Argumente für ein Nein vorgebracht. Für die Journalistin Barbara Wülser, die Vizegemeindepräsidentin von San Vittore, Aixa Andreetta, den Ökonomen Max Lüscher-Marty und den Arzt Enrico Bisaz ist klar: Olympische Spiele sind finanzpolitisch und volkswirtschaftlich unsinnig. Weiter wird kritisiert, dass das IOC keine nachhaltigen Spiele ermöglicht und ein unseriöser Vertragspartner ist. Die IOC-Fremdbestimmung passt nicht zu Graubünden. Letztlich hatte das Volk vor kurzer Zeit Nein gesagt. Die erneute Abstimmung ist eine Zwängerei. (PK BK)

Barbara Wülser aus Malans hob hervor, dass bereits bei der Kandidatur 2022 alles als «nachhaltig» und «einzigartig» gepriesen wurde. Bei der Kandidatur 2026 sei alles noch «nachhaltiger» und noch «einzigartiger». «Haben die Initianten damals gelogen? Was soll ich nun glauben?», fragt Barbara Wülser. Die «Agenda 2020» bestehe aus reinen Empfehlungen. Die Rahmenbedingungen beim IOC hätten sich nicht geändert. Nach wie vor übernimmt dieses keine Defizite oder nimmt sich das Recht heraus, Verträge jederzeit einseitig ändern zu können. Das Risiko trägt immer die öffentliche Hand. «Graubünden besitzt in allen Kerndisziplinen Sportanlagen», schreiben die Promotoren. «Und nun sollen doch temporäre Bauten erstellt werden, wie aus dem kürzlich veröffentlichten Dossier hervorgeht. Ich frage mich, was da sonst noch für Überraschungen auf uns zukommen?», sagte Journalistin Wülser.

Olympische Spiele und der irrationale Überschwang

An der Presskonferenz nahm auch der unabhängige Ökonom und Finanzexperte Max Lüscher-Marty teil. Lüscher-Marty sprach als Ökonom Klartext: «Spielsüchtige vertrauen darauf, dass für sie die Statistik (Wahrscheinlichkeitsrechnung) nicht gilt. Die Bündner Olympiapromotoren tun im Prinzip nichts anderes». Die Bündner Politik habe sich in einer Art und Weise in ein Projekt verrannt, für das man im «Finance» den Begriff «irrationaler Überschwang» kenne. Kennzeichnend seien Selbstüberschätzung, Herdenverhalten und insbesondere die Illusion, alles im Griff zu haben. Das «Bewerbungsdossier Graubünden und Partner» präsentiere, so Lüscher-Marty, ein ausgeglichenes «Operatives Budget» von CHF 1‘650 Mio. Ein Defizitbeitrag des Kantons Graubünden sei nicht vorgesehen. Die «erforderlichen Garantien» müsse der Bund leisten. Als Ökonom komme er zum Schluss, dass der Kanton Graubünden weder die «Risikofähigkeit» noch die «Risikobereitschaft» habe, ein Olympia-Investment zu stemmen. «Wer als Investor nicht fähig und/oder nicht gewillt ist, einen Verlust von 10% selber zu tragen, soll auf das Investment gefälligst verzichten.» Und schliesslich, so Lüscher-Marty: «Wer investiert, achtet darauf, dass er nicht alle Eier in denselben Korb legt. Man nennt dies Diversifikation. Graubünden konzentriert sich am besten auf überschaubare Anlässe. Die Skiweltmeisterschaften in St. Moritz 2017 sind ein Beispiel dafür.»

Unsere lokale Wirtschaft profitiert nicht

Die Vizepräsidentin der Gemeinde San Vittore, Dr. Aixa Andreetta, führte aus, dass in beim vorliegenden Projekt wieder nicht alle Regionen berücksichtigt wurden. Zudem nützen Mega-Projekte wie Olympia den kleinen Randregionen nichts. Um diese wirklich zu unterstützen, muss man deren Bestrebungen unterstützen, die bestehende Hotellerie, den Ganzjahrestourismus und die bestehenden Infrastrukturen zu stärken. Olympia hilft dabei nichts. Andreetta fasst zusammen: «Jetzt muss endlich Schluss sein mit diesem Geschwätz; Schluss mit dem Vergeuden von Energie und Ressourcen für solche Projekte». Die Ressourcen müssen in Projekte investiert werden, die mit Weitblick unseren ganzen Kanton in seiner Vielseitigkeit voranbringen und wirklich innovativ sind. Olympia ist nach all den vergangenen Abstimmungsniederlagen vieles, jedoch nicht innovativ.

Wintersport Ja, Olympia Nein

Als Vertreter des Engadins und pensionierter Arzt warnte auch Enrico Bisaz vor Olympischen Spielen. Einerseits kritisierte er die zunehmende Kommerzialisierung des Sports und andererseits hob er hervor, dass Olympische Spiele keine positiven Effekte auf den Breitensport haben. In Bezug auf das Engadin kritisiert Enrico Bisaz namentlich die mangelnde Verkehrsplanung der Olympiapromotoren. «Wenn man soviel Geld zur Verfügung hat, und dies in Sport und Tourismus investieren will, so wenigstens mit einem unmittelbaren Nutzen und mit dauerhafter Wirkung», führte Arzt Bisaz aus. Beispielsweise könnten die Kosten für das Skifahren für Jugendliche unter 16 durch günstigere oder kostenlose Tarife bei den Bergbahnen gesenkt werden.

IL COMITÉ DA BURGAISAS E BURGAIS DI NA AD OLIMPIA 2026

Oz ha il comité da burgaisas e burgais encunter in’olimpiada 2026 en il chantun Grischun preschentà lur arguments per in na ad ina conferenza da medias. Per la schurnalista Barbara Wülser, la vicepresidenta communala da San Vittore Aixa Andreetta, l’econom Max Lüscher-Marty ed il medi Enrico Bisaz è cler: ils gieus olimpics èn in’absurditad finanziala ed economica. Els han crititgà che l’IOC impedescha gieus vairamain durabels e saja in partenari dubius. Quest dictat ester na correspunda betg al Grischun, uschia ha il pievel era gia avant curt ditg na a gieus olimpics. Da repeter questa votaziun è in sfurzim.

IL COMITATO CIVICO DICE “NO” ALLE OLIMPIADI 2026

Nella conferenza stampa odierna il Comitato civico ha spiegato le ragioni per il “no” ai giochi olimpici 2026 nei Grigioni. Per Barbara Wülser, Aixa Andreetta, Max Lüscher-Marty ed Enrico Bisaz è chiaro che le Olimpiadi sono insensate dal punto di economico-finanziario; ritengono inoltre che il Comitato olimpico internazionale sia un partner poco credibile, che non permetterà lo svolgimento di giochi olimpici sostenibili. Ricevere ordini dal CIO non è cosa per il Cantone dei Grigioni. Il popolo ha già di recente detto “no”: questa nuova votazione è perciò una forzatura.

Barbara Wülser, Malans
 

OLYMPIA-ABSAGE – EIN GEWINN FÜR DIE DEMOKRATIE

Wegen der drohenden Ablehnung des Abenteuers Olympia in der steirischen Bevölkerung hat das ÖOC die Reißleine gezogen. Nachdem feststand, dass die KPÖ in Graz genügend Unterstützungserklärungen für eine Volksbefragung gesammelt hatte, musste es zu einer Entscheidung kommen.

Das Komitee «Nein zu Sion 2026» freut sich über das Nein

Die Walliserinnen und Walliser wollen nicht, dass ihre Steuergelder in einem kurzen Olympischen Strohfeuer landen. Vielmehr sollten damit Projekte unterstützt werden, von denen das Wallis als Kanton langfristig profitiert.

Danke an die Tiroler – Olympia-Watschn pickt!

Wir sagen den Tirolerinnen und Tirolern Danke für 53% Nein zu Olympia! Es ist zu billig, die Verantwortung für dieses Debakel nur auf das IOC und die schlechte Kampagne abzuschieben.  Die Tiroler haben bestens verstanden, worum es geht.

Das Bündner Volk hat Olympia den Zahn gezogen!

Der Grundsatzentscheid der Bündner Stimmbevölkerung  sich nicht in ein unkalkulier-bares Olympiaabenteuer zu stürzen.

Kritik an GR2022

Das Bündner Volk hat rechtzeitig den Stecker gezogen!

Bündnerinnen und Bündner wollen schuldenfrei bleiben, die Landschaft als Kapital erhalten und weiterhin Geld für die Unterstützung von nachhaltigem Tourismus, Bildung und Kultur zur Verfügung zu haben.