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Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

Schweizer wärmen Olympia-Kandidatur auf

04.11.2015

Gleich zwei Schweizer Kantone, Graubünden und Wallis, bemühen sich um Olympische Winterspiele. Dies, obwohl die Bündner eine Kandidatur 2013 abgelehnt haben und das Wallis schon mehrfach gescheitert ist. (alpMedia)

Schweres Erbe: Der Unterhalt der Bobbahn der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin kostete jährlich 2,2 Millionen Euro. © Francesco Pastorelli
Schweres Erbe: Der Unterhalt der Bobbahn der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin kostete jährlich 2,2 Millionen Euro. © Francesco Pastorelli

Starrsinn oder erneute Chance? Was ist heute anders als vor zwei Jahren, als die Bündner Stimmberechtigten eine Kandidatur für Olympische Winterspiele 2022 in St. Moritz/CH ablehnten? 5,1 Millionen Franken hatte die Übung damals gekostet – öffentliche Gelder. Die Bündner Regierung meint, die Ausgangslage habe sich verändert, sodass sie die Erarbeitung einer Kandidatur durch die Bündner Wirtschaftsverbände für 2026 unterstützt.

Die Jahreszahl ist eine andere, die Argumente sind dieselben: Olympische Winterspiele sollen den schwächelnden Tourismusmotor ankurbeln. Begründet wird die Negierung des Volksentscheids zudem mit der Läuterung des Internationalen Kommitees (IOC), das sich vor einem Jahr eine Nachhaltigkeits-Charta verpasst hat. Neu können sich mehrere Orte für Olympische Spiele zusammentun, um bestehende Infrastrukturen besser zu nutzen, und es sollen vermehrt temporäre Anlagen zum Einsatz kommen. Die Auswirkungen der Spiele sollen im Nachgang derselben geprüft werden. Ob und wie die guten Vorsätze umgesetzt werden, wird sich nach 2024 zeigen, wenn die Charta erstmals angewendet wird.

Auch im Wallis sind Olympia-Gelüste erwacht – zum vierten Mal. Letztmals hatte das IOC Turin/I den Vorzug gegeben für die Spiele 2006. 3,5 Milliarden Euro – anstatt der veranschlagten 500 Millionen – hatten die Spiele in Turin gekosten. Die Sportstätten in den Bergdörfern werden kaum genutzt oder sind dem Verfall preisgegeben. Die Betriebskosten lasten schwer auf den Berggemeinden. Allein die Bobbahn verschlang jährlich 2,2 Millionen Euro.

Letztlich entscheidet der Verband Swiss Olympic, ob und wer von der Schweiz vorgeschlagen werden soll. Danach muss auch der Schweizer Bundesrat einer Kandidatur zustimmen, bevor die Bevölkerung in den betroffenen Kantonen erneut darüber abstimmen kann. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird 2019 über die Vergabe der Winterspiele 2026 entscheiden.

Nicht mehr gebrauchte Sprungschanzen seit Turin 2006. © Francesco Pastorelli
Nicht mehr gebrauchte Sprungschanzen seit Turin 2006. © Francesco Pastorelli
Ausser Betrieb, weil Unterhalt nicht finanzierbar
Ausser Betrieb, weil Unterhalt nicht finanzierbar
Ruinen seit Turin 2006
Ruinen seit Turin 2006
 

«Soll die Schweiz für Olympia 2026 kandidieren?»

43% Ja, unbedingt.
57% Nein, das ist unnötig (Stand 10.11.2015).

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OLYMPIA-ABSAGE – EIN GEWINN FÜR DIE DEMOKRATIE

Wegen der drohenden Ablehnung des Abenteuers Olympia in der steirischen Bevölkerung hat das ÖOC die Reißleine gezogen. Nachdem feststand, dass die KPÖ in Graz genügend Unterstützungserklärungen für eine Volksbefragung gesammelt hatte, musste es zu einer Entscheidung kommen.

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Danke an die Tiroler – Olympia-Watschn pickt!

Wir sagen den Tirolerinnen und Tirolern Danke für 53% Nein zu Olympia! Es ist zu billig, die Verantwortung für dieses Debakel nur auf das IOC und die schlechte Kampagne abzuschieben.  Die Tiroler haben bestens verstanden, worum es geht.

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Der Grundsatzentscheid der Bündner Stimmbevölkerung  sich nicht in ein unkalkulier-bares Olympiaabenteuer zu stürzen.

Kritik an GR2022

Das Bündner Volk hat rechtzeitig den Stecker gezogen!

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