Banner

Kontakt

Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

081 250 67 22
E-Mail

NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

NEIN ZUR OLYMPIA-ZWÄNGEREI

26.01.2017

An der Pressekonferenz des Abstimmungskomitees «Nein zu Olympia 2026» haben Silva Semadeni, Philipp Wilhelm, Jacqueline von Arx und Nicolas Zogg ihre Argumente für ein Nein am 12. Februar dargelegt. Das Abstimmungskomitee ist sich einig, dass die erneute Abstimmung eine Zwängerei ist. Das Volk lehnte Olympia erst kürzlich ab. Weiter wurde herausgestrichen, dass nachhaltige Spiele unter dem IOC-Diktat nicht möglich sind. Schliesslich wurde das Grobkonzept mit deutlich Worten kritisiert. Graubünden und Partner gibt es nach der Absage von Zürich nicht mehr. (MK NEIN-Komitee)

Silva Semadeni, Nationalrätin, führte aus, warum unter dem IOC-Diktat nachhaltige Spiele nicht möglich seien. Beispielsweise werden in der viel zitierten Agenda 2020 in der Empfehlung Nummer 9 Höchstzahlen festgehalten: 2'900 AthletInnen und 100 Wettbewerbe. Beide Zahlen übersteigen die in Sotschi registrierten Rekordzahlen. «Und es können jederzeit weitere Sportarten aufgenommen werden. Olympische Winterspiele bleiben gigantisch, das IOC ein kommerzieller, eigennützer, korruptionsanfälliger Vertragspartner», führte Silva Semadeni aus. Auch der Umgang des IOC mit Doping zeige, was für ein Papiertiger die Agenda 2020 sei. Schliesslich, und das sei besonders störend, schliesse das IOC jede Haftung für ein Defizit aus. Das IOC profitierte von Milliardeneinnahmen, den Austragungsorten bleibt das Defizit. Silva Semadeni fasst zusammen: «Es gibt nur eine Antwort auf das neuerliche Drängen von Wirtschaftsverbänden und Regierung nach olympischen Winterspielen: Mit einem klaren Nein bestätigen wir unsere Haltung für eine eigenständige Zukunft, gestützt auf unsere eigenen Kräfte, ohne olympische Abenteuer, ohne Vorgaben des IOC

Ungenügendes Dossier

Der Präsident der SP Graubünden, Philipp Wilhelm, kritisierte das Dossier mit deutlichen Worten. Erstens gebe es «Graubünden & Partner» nicht. Zürich sagte deutlich Nein. Zweitens: Die Promotoren erzählten vor der Veröffentlichung des Grobkonzeptes, dass alle Anlagen vorhanden seien. Heute wisse man, dass dem nicht so sei. Es fehlt eine Halle für den Eisschnelllauf, eine Halle für Curling und es bräuchte bei den anderen Anlagen überteuerte Sanierungen. Was Philipp Wilhelm besonders stört sind die 220 Mio. für temporäre Bauten. «Das ist viel Geld für Etwas, das wieder abgebrochen wird». Schliesslich seien weitere abenteuerliche Zahlen im Grobkonzept zu finden, z.B. 7'500 Zuschauer bei der Medaillenvergabe auf dem Theaterplatz in Chur (beim Public-Viewing zur Fussball WM waren es max. 2'000 Zuschauer). Schliesslich bleiben auch im Konzept die Sicherheitskosten die grosse Unbekannte. Was man wisse: Der Steuerzahler müsse diese berappen. «So geht das nicht. Ohne Partner und ohne vertrauensweckende Organisation, ohne eigene Beiträge laufen wir direkt ins Messer. Das mächtige und korruptionsanfälligen IOC wird sagen was läuft, die Steuerzahlenden werden es berappen. Darum sagen wir klar Nein zu diesem Wagnis, Nein zu Olympia 2026», fasst Philipp Wilhelm zusammen.

Kurzes Fest, langer Kater

Für Natur und Landschaft habe ein überdimensionierter Sportanlass keine positiven Aspekte. Jacqueline von Arx fasst als Geschäftsführerin die Bedenken von Pro Natur zusammen: «Wieso während 10 Jahren lang Baustellen im Kanton betreiben, um funktionierende Infrastruktur für einen überdimensionierten Megaevent auszubauen? Es ist zu befürchten, dass unter Druck des IOC und mit fehlender Zeit für sorgfältige Planung eine Vielzahl von Bauprojekten durchgedrückt werden wird, die den Ansprüchen der Umweltschutzgesetzgebung nicht gerecht werden».

Gigantische Kosten, winziger Nutzen

Nicolaus Zogg von der Verda hielt fest, dass die Promotoren bereits bei der Ausarbeitung des Grobkonzeptes das Budget überschritten haben. Das sei aber kein Zufall, eher typisch für Olympia. Bis anhin hätten alle Winterspiele das Budget deutlich überschritten. Bezahlt habe am Ende immer der Steuerzahler und Austragungsorte standen vor einem Schuldenberg. Auch habe Olympia keinen wirtschaftlichen Nutzen für Graubünden. Denn sonst würden nach Zogg auch private Investoren mitmachen. Das sei aber nicht der Fall und alles zahle die öffentliche Hand. Wer am Puls der Zeit Wirtschaftspolitik in Graubünden machen wolle, der investiere nicht Milliarden in den Wintertourismus. «Alle Fachleute bestätigen, dass die Wachstumspotentiale im Ganzjahres- und insbesondere im Sommertourismus liegen», sagte Zogg.

NO ALLA FORZATURA OLIMPICA

Alla conferenza stampa del comitato “No ai giochi olimpici 2026” Silva Semadeni, Philipp Wilhelm, Jacqueline von Arx e Nicolas Zogg hanno esposto gli argomenti per dire “no” alla votazione del prossimo 12 febbraio. Il comitato è unanime nel definire questa ulteriore votazione una forzatura, dato che il popolo ha già respinto le Olimpiadi non molto tempo fa. È stato inoltre sottolineato che con il diktat del CIO non è possibile organizzare i giochi olimpici in modo sostenibile. Il progetto di massima è stato molto criticato anche perché il Cantone dei Grigioni, dopo il rifiuto di Zurigo, non ha partner per l’organizzazione dei giochi.

NA AL SFURZIM D’OLIMPIA

A la conferenza da pressa dal comité da votaziun “Na tar ils gieus olimpics 2026” han Silva Semadeni, Philipp Wilhelm, Jacqueline von Arx e Nicolas Zogg preschentà lur arguments per in Na ils 12 da favrer. Il comité è persvadì ch’ina repetiziun da questa votaziun è in sfurzim, cunquai che la populaziun ha be dacurt renvià gieus olimpics en il chantun Grischun. Plinavant è vegnì accentuà che gieus olimpics na sajan betg pussaivels sut il dictat da l’IOC. La finala è il concept da basa vegnì crititgà, in project “Grischun e partenaris” è suenter la resposta negativa da Turitg nagina opziun pli.

 

OLYMPIA-ABSAGE – EIN GEWINN FÜR DIE DEMOKRATIE

Wegen der drohenden Ablehnung des Abenteuers Olympia in der steirischen Bevölkerung hat das ÖOC die Reißleine gezogen. Nachdem feststand, dass die KPÖ in Graz genügend Unterstützungserklärungen für eine Volksbefragung gesammelt hatte, musste es zu einer Entscheidung kommen.

Das Komitee «Nein zu Sion 2026» freut sich über das Nein

Die Walliserinnen und Walliser wollen nicht, dass ihre Steuergelder in einem kurzen Olympischen Strohfeuer landen. Vielmehr sollten damit Projekte unterstützt werden, von denen das Wallis als Kanton langfristig profitiert.

Danke an die Tiroler – Olympia-Watschn pickt!

Wir sagen den Tirolerinnen und Tirolern Danke für 53% Nein zu Olympia! Es ist zu billig, die Verantwortung für dieses Debakel nur auf das IOC und die schlechte Kampagne abzuschieben.  Die Tiroler haben bestens verstanden, worum es geht.

Das Bündner Volk hat Olympia den Zahn gezogen!

Der Grundsatzentscheid der Bündner Stimmbevölkerung  sich nicht in ein unkalkulier-bares Olympiaabenteuer zu stürzen.

Kritik an GR2022

Das Bündner Volk hat rechtzeitig den Stecker gezogen!

Bündnerinnen und Bündner wollen schuldenfrei bleiben, die Landschaft als Kapital erhalten und weiterhin Geld für die Unterstützung von nachhaltigem Tourismus, Bildung und Kultur zur Verfügung zu haben.