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Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

Auch Krakau lässt das IOC abblitzen

26.05.2014

Nach München, Stockholm, Graubünden nun auch Krakau: Die polnische Stadt verzichtet nach dem überdeutlichen Nein ihrer Bürger zu einer Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2022 auf eine Kandidatur. Das IOC steht düpiert da (n-tv.de).

Krakau hat seine Bewerbung um die Winterspiele 2022 beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) zurückgezogen. Nachdem sich am Sonntag in Krakau 69,72 Prozent der Bevölkerung gegen eine Bewerbung der polnischen Stadt in einem Referendum aussprachen, verzichtete die polnische Stadt nun auf ihre Kandidatur.

"Dieses Ergebnis markiert das Ende der Bewerbung der Gemeinde, die Olympischen Spiele zu organisieren", sagte Filip Szatanik, ein Sprecher der Stadt, der französischen Nachrichtenagentur AFP. Da sich mit 35,96 Prozent der Bevölkerung über 30 Prozent an dem Votum beteiligt hatten, ist das Referendum gültig und verbindlich.

Mehr als 200 000 Einwohner sagten "Nein" zu Olympia. Sie fürchteten, Krakau sei den Herausforderungen nicht gewachsen. Zu groß, zu laut, zu teuer - auch wenn jährlich Touristenmassen in die heimliche Hauptstadt Polens strömen, schien das Olympia-Projekt den Gegnern zu gigantisch. "Eine vernünftige Entscheidung. Für uns ist die Angelegenheit damit beendet", sagte Tomasz Lesniak von der Initiative der Olympia-Gegner.

Dem IOC gehen damit allmählich die Kandidaten aus, der zuletzt in Sotschi zelebrierte olympische Gigantismus schreckt ab. Zuvor hatten sich bereits München, Stockholm (Schweden) und die Region Graubünden (Schweiz) aus dem Kreis der möglichen Bewerber um die Winterspiele 2022 verabschiedet, weil die Bevölkerung die Unterstützung verweigerte. Almaty (Kasachstan), Lwiw (Ukraine), Peking (China) und Oslo (Norwegen) sind die weiteren Interessenten, wobei Lwiw als Ausrichter wegen der instabilen politischen Lage in der Ukraine wohl ausscheidet.

Oslos Bewerbung wackelt bedenklich

Auch in Oslo regt sich vermehrt Widerstand gegen eine Bewerbung. Die Regierung will im Herbst über Finanzgarantien und damit auch grundsätzlich über eine Bewerbung entscheiden. In der vergangenen Woche war IOC-Präsident Thomas Bach nach Norwegen gereist. In Lillehammer rührte er anlässlich eines Treffens der Organisatoren der Olympischen Jugendspiele 2016 die Werbetrommel für eine Bewerbung Oslos. Dabei wurde Bach auch vom norwegischen König Harald, einem ausgemachten Freund des Sports, empfangen.

Die IOC-Exekutive entscheidet am 9. Juli, welche Stadt vom Bewerber (Applicant City) zum offiziellen Kandidaten (Candidate City) wird. Vergeben werden die Spiele im Rahmen der IOC-Session im Juli 2015 in Kuala Lumpur/Malaysia.

Skandal und Kosten-Wahnsinn

Zuletzt war die Bewerbung Krakaus von einem Skandal erschüttert worden. Die Vorsitzende des Bewerbungskomitees, Jagna Marczulajtis-Walczak, war nach schweren Vorwürfen gegen ihren Mann Andrzej zurückgetreten. Dieser soll Journalisten für positive Berichterstattung Geld angeboten haben. Der Vorfall hat wohl auch Einfluss auf den Ausgang der Umfrage. Frühere Umfragen hatten bessere Zustimmungswerte erbracht.

Zudem dürfte der Kosten-Wahnsinn in Sotschi viele Bürger nachdenklich gemacht haben, ob das Geld für Olympische Winterspiele sinnvoll investiert ist. Die 50 Milliarden Dollar, die Sotschi für seine Spiele investiert hat, wirken nach und wurden überall als Begründung für die negative Haltung der Bevölkerung genannt.

Die Spiele 2014 an der russischen Schwarzmeerküste hatten mehr gekostet als alle Vorgängerspiele zusammen. Berechnungen des niederländischen Sporthistorikers Jurryt van de Vooren zeigen zudem, dass Olympische Winterspiele im Schnitt fünfmal mehr kosten als bei der Bewerbung zunächst angekündigt.

 

OLYMPIA-ABSAGE – EIN GEWINN FÜR DIE DEMOKRATIE

Wegen der drohenden Ablehnung des Abenteuers Olympia in der steirischen Bevölkerung hat das ÖOC die Reißleine gezogen. Nachdem feststand, dass die KPÖ in Graz genügend Unterstützungserklärungen für eine Volksbefragung gesammelt hatte, musste es zu einer Entscheidung kommen.

Das Komitee «Nein zu Sion 2026» freut sich über das Nein

Die Walliserinnen und Walliser wollen nicht, dass ihre Steuergelder in einem kurzen Olympischen Strohfeuer landen. Vielmehr sollten damit Projekte unterstützt werden, von denen das Wallis als Kanton langfristig profitiert.

Danke an die Tiroler – Olympia-Watschn pickt!

Wir sagen den Tirolerinnen und Tirolern Danke für 53% Nein zu Olympia! Es ist zu billig, die Verantwortung für dieses Debakel nur auf das IOC und die schlechte Kampagne abzuschieben.  Die Tiroler haben bestens verstanden, worum es geht.

Das Bündner Volk hat Olympia den Zahn gezogen!

Der Grundsatzentscheid der Bündner Stimmbevölkerung  sich nicht in ein unkalkulier-bares Olympiaabenteuer zu stürzen.

Kritik an GR2022

Das Bündner Volk hat rechtzeitig den Stecker gezogen!

Bündnerinnen und Bündner wollen schuldenfrei bleiben, die Landschaft als Kapital erhalten und weiterhin Geld für die Unterstützung von nachhaltigem Tourismus, Bildung und Kultur zur Verfügung zu haben.