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Stefan Grass
Leiter des Komitees Olympia-kritisches Graubünden

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NZZ

Kein Brot für die Spiele der Selbstherrlichen

Das Nein zu «Sion 2026» ist kein Entscheid gegen die Walliser Organisatoren. Es spiegelt vielmehr die Skepsis gegenüber der Selbstherrlichkeit interna-tionaler Sportverbände. Die Schweiz braucht keine Plattform zur Selbstdar-stellung.

NZZ

Olympia ist mehr als ein Tourismus- und Infrastrukturprojekt

Die Olympischen Spiele müssten wieder verstärkt den Menschen statt die Markt- und Technologie-orientierung zu ihrem Zentrum machen. Das würde helfen, die verlor-ene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Tages-Anzeiger

«Die Kraft solcher Spiele wird überschätzt»

Touristiker Jürg Stettler hinterfragt grossmundige Versprechen der Promotoren von Sion 2026.

NZZ

Das IOC muss Risiken für Winterspiele tragen

Unabhängig von politischen Haltungen ist festzustellen: Trägt die Schweiz das finanzielle Risiko, darf sie sich nicht auf Olympia einlassen.

Die Last des Gewinners

01.04.2015

Das Bündnervolk hat 2013 ökonomisch weise entschieden, als es die Durchführung der Olympischen Winterspiele 2022 ablehnte. Und die Walliser schulden dem Internationalen Olympischen Komitee (IOK) ein dickes Danke für dessen Entscheid, die Winterspiele von 2006 nicht nach Sitten zu vergeben, sondern Turin anzuhängen. Glücklich waren die Turiner nur vor der Veranstaltung. (NZZ)

Von Hansueli Schöchli

Wer sich in den letzten Jahrzehnten mit der Ökonomie von grossen Sportveranstaltungen befasst hat, kennt das Phänomen der «Last des Gewinners». Einen gut lesbaren Überblick liefert nun das Buch des amerikanischen Sportökonomen Andrew Zimbalist. Er erinnert daran, dass die von den Promotoren bezahlten «Studien» zu den ökonomischen Wirkungen von Grossveranstaltungen oft viel mit PR und wenig mit der Realität zu tun haben. Wie der Autor betont, ist diese PR häufig getrieben durch ein Bündnis von Politikern (die sich Prestige auf Kosten der Steuerzahler erhoffen), Unternehmern (die etwa auf Bauaufträge schielen) und Lokalmedien (die auf Aufmerksamkeit hoffen). In der Realität sind die Kosten der Veranstaltung meist ein Mehrfaches so hoch wie veranschlagt, und der Nutzen ist viel geringer.

Ein gängiger Trick von PR-Studien ist: Man verkaufe die Kosten für Stadien als «volkswirtschaftliche Investitionen». Mit dieser Denkart lässt sich auch das Graben und spätere Zuschütten von Gräben als «Investition» zwecks Förderung der Beschäftigung verkaufen.

Brasilien warf für die Fussball-WM 2014 geschätzte 15 Mrd. bis 20 Mrd. $ auf und erhielt dafür vor allem Bürgerproteste und eine Reihe unausgelasteter Stadien. Auch Südafrika hat für die WM (2010) Milliarden verpulvert. Ähnliches gilt für Japan und Korea (WM 2002), doch wenigstens konnten sich diese beiden Länder die Verschwendung eher leisten. Noch grössere Extravaganzen leisteten sich Russland (Olympische Winterspiele 2014 in Sotschi) und China (Sommerspiele 2008 in Peking). Und dass die Griechen in der Vergangenheit gesündigt haben, ist in Europa Allgemeinwissen. Zum griechischen Sündenregister zählen auch die Olympischen Sommerspiele 2004, die den vielen historischen Bauten in Athen noch manche modernen Bauruinen hinzufügten.

Bringen solche Grossveranstaltungen wenigstens einen kurzfristigen ökonomischen Schub? «Meistens nicht», sagt die Literatur. Zimbalist zitiert nachträgliche unabhängige Untersuchungen über rund zwei Dutzend Grossveranstaltungen. In zwei Dritteln der Fälle war kein Impuls ersichtlich, im Rest ein kleiner kurzfristiger Impuls – welchem aber die meist hohen Kosten gegenüberzustellen sind.

Für Städte und Staaten, die kein Geld zu verschwenden haben, liegen zwei Ratschläge nahe. Erstens: Verzichte auf die Veranstaltung von Olympia oder Fussball-WM. Zweitens: Wenn du es nicht lassen kannst, dann mache es nur, wenn du deswegen fast keine Stadien bauen oder renovieren musst, wenn fast alle Investitionen aus privaten statt staatlichen Quellen kommen und wenn du der einzige Bewerber bist. So können die Monopolisten des IOK oder des Weltfussballverbands (Fifa) keinen Bieterwettbewerb veranstalten, der für den Gewinner wahrscheinlich schlecht enden wird.

Bibliografische Angaben:

Andrew Zimbalist: Circus Maximus. The Economic Gamble behind Hosting The Olympics and the World Cup. Brookings Institution Press, Washington

2015, 174 S., Fr. 28.90 www.ebooks.com

Andrew Zimbalist Discusses “Circus Maximus” 05.02.2015 with Keith Olbermann

Orlandos Wochenschau
 

OLYMPIA-ABSAGE – EIN GEWINN FÜR DIE DEMOKRATIE

Wegen der drohenden Ablehnung des Abenteuers Olympia in der steirischen Bevölkerung hat das ÖOC die Reißleine gezogen. Nachdem feststand, dass die KPÖ in Graz genügend Unterstützungserklärungen für eine Volksbefragung gesammelt hatte, musste es zu einer Entscheidung kommen.

Das Komitee «Nein zu Sion 2026» freut sich über das Nein

Die Walliserinnen und Walliser wollen nicht, dass ihre Steuergelder in einem kurzen Olympischen Strohfeuer landen. Vielmehr sollten damit Projekte unterstützt werden, von denen das Wallis als Kanton langfristig profitiert.

Danke an die Tiroler – Olympia-Watschn pickt!

Wir sagen den Tirolerinnen und Tirolern Danke für 53% Nein zu Olympia! Es ist zu billig, die Verantwortung für dieses Debakel nur auf das IOC und die schlechte Kampagne abzuschieben.  Die Tiroler haben bestens verstanden, worum es geht.

Das Bündner Volk hat Olympia den Zahn gezogen!

Der Grundsatzentscheid der Bündner Stimmbevölkerung  sich nicht in ein unkalkulier-bares Olympiaabenteuer zu stürzen.

Kritik an GR2022

Das Bündner Volk hat rechtzeitig den Stecker gezogen!

Bündnerinnen und Bündner wollen schuldenfrei bleiben, die Landschaft als Kapital erhalten und weiterhin Geld für die Unterstützung von nachhaltigem Tourismus, Bildung und Kultur zur Verfügung zu haben.